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Christian Eckmann (RGZM), Hala Hassan und Momem Othman (ÄM Kairo) beim Entnehmen der Maske aus der Vitrine. Foto: Ägyptisches Museum / Sameh Abdel Mohsen

Bart ab, Bart dran – Details von Christian Eckmann

Im Jahr 2014 war in Kairo bei Arbeiten an der Glasvitrine, in der Tutanchamuns Totenmaske ausgestellt war, ein kleines Unglück passiert: Jemand war an die Maske gestoßen und dabei war der Bart von der Maske abgefallen. In Windeseile hatte man den Bart wieder angeklebt – leider mit einem modernen Epoxidharzkleber, was die Fachwelt mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen hatte. Daraufhin konsultierte man den damals ohnehin gerade in Kairo befindlichen Restaurator des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz, Christian Eckmann, und beauftragte ihn anschließend mit der Beseitigung des „Schadens“. In einem Interview mit der Rhein Main Presse erläuterte Christian Eckmann nun einige Einzelheiten seiner Arbeit.

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Foto: Mohamed Gamal Rashed. Ägyptisches Museum Kairo

Das „Eisen des Himmels“ – Tutanchamuns kosmische Klinge

Tonnen von Gold wurden Pharao Tutanchamun mit in sein Grab gelegt. Doch diese Schätze waren nicht das Wertvollste, was er mit auf seine Reise in die Unterwelt nehmen sollte. Ein auf den ersten Blick unscheinbarer Dolch war von unschätzbarem Wert. Seine Klinge besteht aus dem „Eisen des Himmels“, wie die alten Ägypter das Material ehrfürchtig nannten.

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Die Mumien von Thutmosis I., Thutmosis IV. und der "Älteren Dame" aus KV35. Fotos: G.E. Smith, The Royal Mummies (1912), Copyright expired

Das Who-is-who der Mumien. Schweizer Studie sammelt Fakten

Königsgräber und königliche Mumien waren schon immer die aufsehenerregendsten Entdeckungen in Ägypten, seit Giovanni Battista Belzoni im Jahr 1817 das erste Grab im Tal der Könige entdeckte. In diesem heute als KV21 bezeichneten Grab lagen zwei weibliche Mumien, deren Identität bis heute nicht geklärt ist. In den 200 darauf folgenden Jahren wurden noch viele weitere Königsmumien gefunden und nur bei wenigen konnte die Identität zweifelsfrei ermittelt werden. Bei vielen Mumien gibt es dagegen nur Vermutungen, und die in der Vergangenheit durchgeführten Untersuchungen lieferten manchmal sogar widersprüchliche Ergebnisse.

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Foto der Totenmaske des Tutanchamun (Replik)
Replik der Totenmaske Tutanchamuns. Foto: Carsten Frenzel, Wikimedia Commons, Lizenz: CC-BY-2.0

Tutanchamuns unsachgemäß wieder angeklebter Bart – Verantwortliche vor Gericht

Nachdem Mitarbeiter des Ägyptischen Museums in Kairo bei Arbeiten an der Ausstellungsvitrine von Tutanchamuns Totenmaske den Bart der Maske abgebrochen und anschließend mit einem handelsüblichen Kleber wieder angeklebt hatten, musste die Maske aufwändig restauriert werden (wir berichteten mehrfach). Unter der Führung des deutschen Experten Christian Eckmann wurde der Bart vorsichtig gelöst und anschließend sachgerecht wieder angebracht. Nachdem also die wichtigen Dinge zuerst erledigt wurden, sollen nun die verantwortlichen Museumsmitarbeiter vor Gericht gestellt werden.

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Bild aus dem Grab Maias
Foto: MSA

War Tutanchamuns Amme seine eigene Schwester?

1996 war es eine kleine Sensation als französische Archäologen in Sakkara das Grab von Tutanchamuns Amme entdeckten. Man erhoffte sich neue Informationen über Tutanchamuns Eltern, doch leider gab das Grab mehr Rätsel als Antworten auf. Vor allem die Frage wer diese Amme namens Maia gewesen ist, die einen so bedeutenden Titel trug und die in einem Grab in Sakkara bestattet wurde, beschäftigte die Forscher.

Im Zuge der Eröffnung von Maias Grab (das eigentlich ursprünglich gestern schon eröffnet werden sollte, aber laut dem Antikenminister wird es noch eine Weile dauern) holte man wieder die alte Theorie zum Vorschein, dass Maia ursprünglich keine geringere als Tutanchamuns älteste (Halb-)Schwester Meritaton gewesen ist.

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