Nein, es geht nicht um „Mumia“, das aus Mumien gewonnene Pulver, dem man eine heilende Wirkung zusprach, und das man noch vor 100 Jahren in deutschen Apotheken kaufen konnte. Es geht auch nicht darum, aus den Eingeweiden von Mumien irgendeinen Wirkstoff zu erhalten (welches Museum würde das schon zulassen). Neueste Forschungen versuchen vielmehr, einen Parasitenbefall nachzuweisen und daraus Erkenntnisse für die Tätigkeit des Immunsystems zu gewinnen.
Erster Pharao regierte früher als angenommen

Eine große Hilfe bei der Erstellung von Chronologien sind neben der Wissenschaft die Königslisten, wie hier in Abydos
Ein britisches Forscherteam datiert die Zeit der ersten Dynastie und die der vordynastischen Periode neu. Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher, die von verschiedenen britischen Universitäten stammen, neben bekannten Datierungsbelegen auch neueste Radiokarbonuntersuchungen von organischem Material, z.B. von Haaren, Knochen oder Pflanzenresten. Dabei zeigte sich, dass mit großer Wahrscheinlichkeit die bisherigen Zeittabellen korrigiert werden müssen.
Antikenminister kündigt Einweihung „monumentaler Projekte“ an
Am 3. Oktober sollen im Verwaltungsbezirk El Wadi El Gedid einige Großprojekte wiedereröffnet oder eingeweiht werden, lässt Antikenminister Mohamed Ibrahim verlauten. Mit Gouverneur Mahmoud Khalifa besprach er bei einem Besuch am Wochenende auch die Möglichkeit, in diesem Bezirk die beiden Oasen Dachla und Charga generalüberholen zu lassen, um Touristen auch wieder in die westliche Wüste zu holen.
Echnatons Männer trugen Zehenringe! Accessoire oder Amulett?
Die Archäologie ist schon ein „Knochenjob“ – besonders bei Ausgrabungen auf einem Friedhof. Und erst recht, wenn dieser auch noch in der Wüste liegt. Aber manchmal lohnt sich die Plackerei auch, nämlich dann, wenn man zwischen den Knochen und Knöchelchen etwas Unerwartetes findet. Archäologen des Amarna-Projekts stießen auf dem Südfriedhof der antiken Stadt Achetaton (heute Tell el-Amarna) nun auf zwei Skelette, die einen Ring am Zeh tragen. Bei einem der Toten handelt es sich sogar um einen Mann; das Geschlecht der anderen Person ist noch ungeklärt.
Flutwelle an den Pyramiden riss alles mit sich
Dass lang anhaltende oder überraschend starke Regenfälle zu Überflutungen führen, erfahren Menschen überall auf der Welt – zuletzt gerade erst wieder in Deutschland. Die alten Ägypter lebten sogar davon, dass der Nil jedes Jahr einmal über die Ufer trat und dabei fruchtbaren Schlamm auf die Felder entlang des Flusslaufs spülte. Man hatte sich im Laufe der Jahrhunderte darauf eingestellt und sehnte die Fluten sogar herbei. Dass jedoch am Rande des Gizehplateaus, mitten in der Wüste und abseits des Nils, ebenfalls überraschende Flutwellen aufgetreten sein sollen, mutet schon etwas seltsam an. Doch genauso war es, sagt nun ein amerikanischer Geograf.


