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Der versetzte, von außen unscheinbare Tempel von Amada

Virtuelle Besichtigung: Der Tempel von Amada

Die von uns bereits viel gelobten virtuellen Rundgänge, die das Antikenministerium in diesen Coronazeiten mithilfe der Firma Matterport anbietet, gehen in eine neue Runde. Diesmal ist es der Tempel von Amada, der am Rande des Nassersees wiederaufgebaut wurde, weil er sonst nur noch von Tauchern besucht werden könnte. Wer auf dem Nassersee schon mal nach Abu Simbel geschippert ist, hat ihn gesehen. Alle anderen haben hier nun eine unerwartet „preisgünstige“ Alternative. Und vor allem: Hier ist man nun ganz alleine im Tempel – während einer Kreuzfahrt drängelt sich ja hier eine ganze Schiffsbesatzung (und wenn man Pech hat sogar mehrere) mit Führern in 3-4 Sprachen.

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Kopf der Mumie Amenophis II. aus dem Report of the robbery of the tomb of Amenothes II in Annales du Service des antiquités de l'Egypte, Howard Carter, Copyright expired

Das Who-is-who der Mumien – Amenophis II.

Ca. 25 Jahre regierte Amenophis II. über Ägypten, der in die großen Fußstapfen seines Vaters Thutmosis III. treten musste. Vielleicht ist das der Grund, warum Amenophis II. als kräftiger und sportlicher Mann mit einem Hang zur Brutalität beschrieben wurde. Wie sein Vater führte er einige erfolgreiche Feldzüge in Syrien und Nubien und seine Bautätigkeit erstreckte sich über das ganze Land. Heute ist leider kaum mehr etwas von seinen Taten zu sehen. Obwohl in seinem Grab KV 35 eine Mumie im Sarkophag lag, bestehen heute einige Zweifel, ob es wirklich die von Amenophis II. ist.

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Bildnis Amenophis II. im Karnak-Tempel

Amenophis II. verschollener Milchbruder Kenamun gefunden

Kenamun muss zu Lebzeiten ein bedeutender Mann gewesen sein. Sein Name und seine über 80 Titel findet man auf zahlreichen Denkmälern aus der Zeit Amenophis II. Seine Mutter Amenemipet war die Amme des Pharaos und Kenamun somit sein „Milchbruder“. Beide wuchsen gemeinsam auf und hatten wahrscheinlich schon von Kindheit an ein inniges Verhältnis. Kenamuns wundervoll dekoriertes Grab (TT93) wurde zwar in Theben-West gefunden, doch sein Sarkophag und seine Mumie galten lange Zeit als verschollen. Nun könnte seine Mumie wieder aufgetaucht sein und zwar in einem italienischen Kloster aus dem 14. Jahrhundert, in dem heute eines der ältesten Naturkundemuseum der Welt beherbergt ist.
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