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Sarkophag, Archäologisches Nationalmuseum Florenz

Neue Scan-Technik enthüllt verborgene Papyrus-Inschriften


Papyrus war wertvoll in der Antike. Also recycelte man den Papyrus, indem man Fetzen von Papyrus nahm und sie mit Kleister und Gips zu einer Kartonage zusammenklebte. So finden wir heute noch Steuerbescheide, Einkauflisten und andere Schriftstücke in Mumienmasken und -kartonagen. Ein glücklicher Zustand für die Ägyptologen, helfen diese Schriften doch mehr über den Alltag der alten Ägypter herauszufinden. Aber wie kommt man an die Texte, ohne gleich das ganze Objekt zu zerstören? Wissenschaftler in London haben eine neue Methode erforscht, die Papyri zu lesen.

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Papyrus aus dem Archäologischen Nationalmuseum Florenz

Altägyptische Tinte enthielt auch Kupfer

Röntgen-Untersuchungen der Tinte von 2000 Jahre alten ägyptischen Papyri hat ergeben, dass in der kohle-basierten schwarzen Tinte auch Anteile an Kupfer enthalten waren. Da sich die Zusammensetzung der Tinte aus unterschiedlichen Zeiten und Orten kaum unterscheidet, kann angenommen werden, dass die Herstellung der schwarzen Tinte – zumindest in jener Zeit – in ganz Ägypten nach einem standardisierten Verfahren erfolgte.

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Foto von Oxyrhynchos Papyrus 5245
Oxyrhynchos Papyrus Nr. 5245 mit 6 Rezepten gegen Leiden am Kopf. Bild: © The Egypt Exploration Society

Medizinischer Papyrus verrät ein altägyptisches Katerrezept

Ohne die segensreiche Wirkung von Aspirin oder stärkerer Produkte der Pharmaindustrie wäre so mancher heutige Partygänger am Morgen danach aufgeschmissen. Was aber tat man vor 2000 Jahren, wenn man die Nacht zum Tag gemacht oder dem Wein über die Maßen zugesprochen hatte? Ein medizinischer Papyrus enthüllt nun, dass man hierfür die Blätter eines bestimmten Strauches verwendete, die man aneinanderreihte und sich vermutlich wie eine Kette um den Hals legte.

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Diese Totenmaske stammt aus dem Nationalmuseum in Athen. Masken dieser Art wurden in einer Flüssigkeit aufgelöst, um an beschriftete Papyri zu gelangen
By Tilemahos Efthimiadis from Athens, Greece [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Mumienmasken zerstört – antike Dokumente gewonnen

Ist die Erhaltung von Antiken wichtiger als die Befriedigung wissenschaftlicher Neugier? Darf eine Mumienmaske zerstört werden, wenn es dadurch gelingt antike Schriften freizulegen? Hat die Erforschung kleiner Textfragmente mehr Bedeutung als intakte Totenmasken, die in den Magazinen der Museen schlummern?

Ein Team aus kanadischen Forschern musste etliche Totenmasken zerstören, um an die dort eingearbeiten Textfragmente alter Papyri zu gelangen. Zum Vorschein kamen die Fragmente christlicher und biblischer Dokumente, klassischer griechischer Texte, Geschäftspapiere, Schriften aus dem Alltag und persönliche Briefe. Sogar philosophische Texte und Kopien von dem griechischen Poeten Homer sind schon gefunden worden. In einer der Totenmasken steckte sogar eine kleine Sensation: die vielleicht älteste Kopie des Evangeliums des Markus.

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