Jolly Thews

War Nofretetes Grab am Ende sogar ein Pharaonengrab?

Im ersten Teil unseres Berichts über das neue Papier von Nicholas Reeves mit dem Titel »The Tomb Of Tutankhamun (KV62): Supplementary Notes. (The Burial of Nefertiti? III)« hatten wir die fünf Animationen vorgestellt, die seine Theorie von Nofretetes Grab verbildlichen. In seinem Artikel gibt es aber noch zwei weitere Themen, die er behandelt: die Radarscans und den politischen Aufstieg Nofretetes, der seiner Meinung nach bis auf den Pharaonenthron führte – und zwar als Pharao Semenchkare. Diesen Ausführungen gilt nun unser zweiter Teil.

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Tuts Jubiläum und die Farben des Esna-Tempels

In dieser Woche jährte sich der Fund des (beinahe) ungeplünderten Grabes des jungen Königs Tutanchamun durch Howard Carter zum 98. Mal. Zwar gab es keine großen Feierlichkeiten, aber wer zufällig vor Ort war, der brauchte am 4. November für das Eintritts-Ticket nur die Hälfte zu bezahlen.
Wichtiger als diese Meldung ist aber der Stand der Restaurierungsarbeiten im Esna-Tempel, wo deutsche und ägyptische Restauratoren ein kleines Wunder vollbringen, indem sie die Farben der 2000 Jahre alten Reliefs und Inschriften wieder hervorholen.

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Tutanchamun doch in Nofretetes Grab? Neue Beweise und bewegte Bilder

Nach drei unterschiedlichen Radarscans sollte Schluss sein. Nun sei es sicher, hatte Francesco Porcelli, Leiter des dritten Radarteams, 2018 verkündet: Es gäbe keine geheimen Kammern hinter den Wänden von Tutanchamuns Grab! Das Antikenministerium zog daraufhin einen Strich unter die Theorie des britischen Ägyptologen Nicholas Reeves, nach der das Grab des Tutanchamun in das größere Grab der Nofretete hineingebaut wurde und es daher hinter Tuts Grabkammer einen weiterführenden Korridor zu Nofretetes Grab geben müsste. Schluss mit allen Untersuchungen innerhalb der Grabkammer, befand das Ministerium. Nicholas Reeves aber gibt nicht auf – er stellt nun bereits sein drittes wissenschaftliches Papier vor, in dem er weitere Fakten und Indizien zusammenträgt, die seine These unterstützen.

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Grabbeigaben aus Djehuti Imhoteps Sarg vorgestellt

Vor drei Wochen stellte das Antikenministerium den neuesten Fund in der Grabungsstätte Al-Ghoreifa, nahe Tuna el-Gebel, vor: den Kalkstein-Sarkophag eines Hohepriesters namens Djehuti Imhotep aus der 26. Dynastie (wir berichteten). Nun wurde dieser Sarkophag geöffnet und Mostafa Waziri stellte einige der Grabbeigaben vor, die dem Toten mit in den Sarg gegeben worden waren.

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