Am 6. Oktober feierte Ägypten den großen Oktobersieg von 1973, als Ägypten in einem Überraschungsangriff die israelischen Truppen auf der Sinai-Halbinsel angegriffen hatte. Dieser sogenannte Jom-Kippur-Krieg und der nachfolgende Waffenstillstand waren die Grundlage für den Friedensvertrag zwischen den beiden verfeindeten Ländern. Zur Feier dieses Tages stellen verschiedene Museen im ganzen Land Artefakte mit einem militärischen Bezug aus, sagte Prof. Moamen Othman, Leiter der Museumsabteilung im Ministerium.
Minister stellt Sensationsfund in Sakkara vor: 59 Sarkophage
Auf einer groß angelegten Pressekonferenz vor Ort in Sakkara stellte der Minister für Tourismus und Altertümer, Dr. Khaled El-Enany, zusammen mit dem Missionsleiter Dr. Mostafa Waziri heute den neuesten Fund vor: eine noch unbekannte Anzahl von Sarkophagen aus der Spätzeit, 26. Dynastie, alle noch versiegelt und somit intakt. 60 Botschafter aus 43 Ländern sowie etwa 200 Journalisten aus aller Welt nahmen an der Pressekonferenz teil, in der als Höhepunkt auch zwei Sarkophage geöffnet wurden.
Virtuelle Besichtigung des Grabes von Sethos I. möglich
Nachdem das Antikenministerium in Zusammenarbeit mit der Firma Matterport in den vergangenen Corona-Monaten einige Gräber, Tempel, Museen und religiöse Gebäude zur virtuellen Besichtigung freigegeben hatte, ist es nun die Uni Basel, die mit dem spanischen Digitalisierungsprofi Factum Foundation ein ganz besonderes Grab im Tal der Könige digitalisiert und zur virtuellen Besichtigung ins Netz gestellt hat: das Grab von Sethos I.
Das Who-is-who der Mumien: Der »unbekannte Mann E«
Die männliche Mumie mit der Katalognummer CG 61089 im Ägyptischen Museum Kairo stammt aus dem Mumienversteck, französisch Cachette, das in den Felsen links über dem Hatschepsuttempel von Deir el-Bahari liegt und heute die Grabnummer DB320 (bzw. TT320) hat. In dieses Versteck hatten Priester der 21. Dynastie viele königlichen Mumien gebracht, deren Gräber gefunden und geplündert worden waren – und natürlich ließen sie auch sich selbst und einige Verwandte dort bestatten. Offiziell wurde diese Cachette 1881 gefunden; die berühmte Grabräuberfamilie Abd el-Rassul hatte sie allerdings schon ca. 10 Jahre vorher entdeckt und natürlich auch „genutzt“, bis der Franzose Gaston Maspero, damals Chef der Antikenbehörde, ihnen 1881 auf die Schliche kam. Nicht alle in der Cachette gefundenen Mumien konnten einwandfrei identifiziert werden – acht von ihnen wurden nur mit Buchstaben von A-F bezeichnet. Die hier beschriebene Mumie ist der „unbekannte Mann E“, von der Presse auch als „screaming man“ bezeichnet, weil der Mund weit aufgerissen ist.
Würfelstatue eines Priesters in Memphis gefunden
Bei der Rettungsgrabung nahe dem heutigen Mit Rahina, dem antiken Memphis, von der wir erst kürzlich berichtet hatten, wurde ein weiterer Fund bekannt: eine Würfelstatue. Laut Mostafas Waziri wurde die Sitzfigur aus einem einzigen großen Granitblock gefertigt und trägt vorne und hinten hieroglyphische Inschriften.




