Sowohl im Tal der Könige als auch im westlichen Seitental, das „Tal der Affen“ genannt wird, leitet der wohl bekannteste Archäologe Ägyptens und frühere Antikenminister Zahi Hawass derzeit Grabungen. Bei einer Inspektion dieser Grabungen teilte Dr. Hawass nun mit, dass im Tal der Könige 200 Ostraka – bemalte Tonscherben – gefunden worden seien. Diese seien teilweise mit hieroglyphischen und hieratischen Inschriften versehen, die vermutlich von den Arbeitern stammen, welche die Königsgräber bauten.
Stufenpyramide in Sakkara endlich wieder offen
Nach 14 Jahren sind die Restaurierungsarbeiten an der Stufenpyramide in Sakkara endlich beendet. Premierminister Mostafa Madbouly sagte am Rande der Wiedereröffnung am Donnerstag, dass die Arbeiten insgesamt 104 Mio. Ägyptische Pfund (ca. 5,9 Mio. Euro) gekostet hätten. Dafür sei – neben der strukturellen Stärkung – die Fassade überarbeitet worden, lose Steine befestigt, die Stufen zum südlichen und westlichen Eingang restauriert und die inneren Korridore für Besucher vorbereitet worden.
Hathor-Tempel in Dendera mit neuen Attraktionen
Am Rande eines Musikfestivals in Dendera eröffnete der Tourismus- und Antikenminister Khaled El-Enany auch einige Bereiche des Denderatempels, die nun erstmals seit vielen Jahren wieder für Besucher zugänglich sein sollen. Es handelt sich dabei um die höchste Ebene des Tempeldachs und um drei Krypten.
Tutanchamuns Grab: Neue Scans, neue Spekulationen
Nach inzwischen mehreren Radaruntersuchungen mit unterschiedlichen Ergebnissen, die letzte davon erneut negativ, hatte sich bei den meisten Wissenschaftlern die Meinung durchgesetzt, dass es direkt hinter den Wänden von Tuts Grab wohl doch keine weiteren, versteckten Kammern gäbe. Nun hat laut dem Wissenschaftsmagazin »Nature« erneut ein Team unter der Leitung des früheren Antikenministers Mamdouh Eldamaty mittels Bodenradaruntersuchungen einen großen Hohlraum neben dem Grab Tutanchamuns entdeckt.
Still und leise: Der Obelisk auf dem Tahrirplatz steht
Groß waren das Medienecho und die Proteste, als das Antiken- und Tourismusministerium Ägyptens kürzlich verkündete, man wolle auf dem umgebauten Tahrirplatz in Kairo einen Obelisken aus dem antiken Tanis und vier Sphingen aus Luxors Karnaktempel aufstellen. Nicht nur, dass die Objekte überhaupt von ihren ursprünglichen Fundorten entfernt würden, sondern auch die Tatsache, dass sie ausgerechnet auf einen der unruhigsten und luftverschmutztesten Plätze der ganzen Welt gestellt werden sollten, empörte nicht nur Fachleute. Aber die ägyptische Regierung hat Erfahrung im Umgang mit Protesten (um es wertfrei auszudrücken) – und hielt an ihrem Plan fest.




